Propylenglykol

Bei uns erhältlich:

 

Propylenglykol

- ist eine glukoplastische Verbindung
- die Milchkuh kann daraus Kohlenhydratverbindungen (Energie) aufbauen
- diese Energie steht dann dem Energiestoffwechsel zur Glukosegewinnung zur Verfügung

Bei den Kohlenhydratabbau im Pansen der Milchkuh entstehen die flüchtigen Fettsäuren Essig-/ Propion- und Buttersäure. Aus der Propionsäure wird die für den Energiestoffwechsel notwendige Glukose gewonnen.

Eine 40 - 50 Liter Kuh benötigt 3 - 4 kg Glukose.
Davon kann aus der Ration bei ausreichender Stärkeversorgung ca. 1 kg Glukose bereitgestellt werden. Der Rest der Glukose wird durch die Gluconeogenese produziert.

Glukose
- spielt die zentrale Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel
- Laktose (Milchzucker) besteht u.a. aus Glukose
- Laktosegehalt je kg Milch (4,8 %) sinkt bei Energiemangel und daraufhin sinkz die Milchleistung, um den Laktosegehalt je kg Milch auf einem konstanten Niveau zu halten bzw.
- Energie (Glukose) wird aus dem Körperfett gewonnen.

Gluconeogenese:
- Synthese (Aufbau) von Glukose aus Nichtkohlenhydraten
- (zu 80 % in der Leber, zu 15 % in den Nieren, zu 5 % in anderen Organen)
- (z. B. aus glukoplastischen Verbindungen wie Propylenglykol, Glycerin und Propionate)
- (Glycerin - aus dem Fettstoffwechsel)
- (Propionat (Propionsäure) - aus dem Kohlenhydratstoffwechsel - Wiederkäuer)
- bis zu 90 % des Glukosebedarfs werden aus der Gluconeogenese gedeckt

Wird der Glukosebedarf der Milchkuh nicht über die Futteraufnahme gedeckt, mobilisiert die Kuh Körperfett, um durch spezielle Stoffwechselprozesse Glucose aus dem Körperfett zu gewinnen. Die Mobilisierung von Körperfett führt zu Belastung und ggf. zu Erkrankung der Leber (Hauptstoffwechselorgan) - Ketose bzw. Azetonämie, Fettleber

Wirkung des Propylenglykoseeinsatzes
- entlastet die mikrobielle Propionsäuresynthese
- steigert die Gluconeogenese
- reduziert vorhandene Energiedefizite
- reduziert die Mobilisierung von Körperfett bei überkonditionierten, verfetteten Tieren
- das durch die Fettmobilisierung vorgetäuschte Sättigungsgefühl und die dadurch möglicherweise sinkende Futteraufnahme werden gemildert

 

Propylenglykol
- hat eine Energiekonzentration von 16,8 MJ NEL/kg
- ist in fester und flüssiger Form erhältlich
- schlechte Schmackhaftigkeit und fragwürdige Futteraufnahme
- Anwendung: Eingabe über das Maul als Drench oder Einmischung in die Ration
- Einsatzzeitraum: 10 Tage vor der Geburt bis 100 Tage nach der Geburt
- von Bedeutung bei hoher Milchleistung
- Kosten: 0,25 - 0,35 cent pro Tier und Tag

Schaubild: Wirkung von Propylenglykol

Citratzyklus:
Im Citratzyklus laufen die Abbauprodukte des Kohlenhydrat-/ Fett- und Proteinstoffwechsels zusammen, werden umgebaut und dem Organismus zum Aufbau benötigter Stoffe z.B. Glukose zur Verfügung gestellt.

Fazit:
- Entlastung des Leberstoffwechsels
- Vorbeuge gegen Ketose/Azetonämie

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